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Wichtiges aus Betroffenensicht

Erfahrungen mit Thyrogen

   

Eine Betroffene erzählt:

Nach der Operation eines papillären Mikrokarzinoms und einer Radio-Jod-Therapie im Jänner 2000 war nach vier und zwölf Monaten eine 131-Jod-Ganzkörperszintigraphie als Nachsorgeuntersuchung vorgesehen, um Metastasenreste auszuschließen.

Bei diesem Verfahren wird festgestellt, ob Schilddrüsenreste oder Tumorgewebe vorhanden sind und noch einer weiteren Behandlung bedürfen.

Für diese Untersuchung war es notwendig, die verordneten Schilddrüsenmedikamente vier Wochen vor der Szintigraphie abzusetzen. So kam mein Körper mehr und mehr in eine Schilddrüsenunterfunktion mitsamt ihren sehr unangenehmen Begleiterscheinungen, wie
Konzentrations- und Verdauungsstörungen, Gewichtszunahme und verlangsamte Reaktionen.

Darüber hinaus verschlechtern sich bestehende Krankheiten, wie etwa Bluthochdruck oder Diabetes mellitus deutlich!

In dieser Zeit fühlte ich mich sehr matt, ständig müde und nicht leistungsfähig. Ich hatte körperlich nicht die Kraft meiner geregelten Arbeit nachzugehen, sodass ich keine andere Möglichkeit sah, als eine Woche in Krankenstand zu gehen, nachdem ich mich unter Aufbietung aller Kräfte über die erste Woche des Absetzens „geschleppt“ habe.

Bei der zweiten Untersuchung nach zwölf Monaten hatte ich das große Glück Thyrogen (ein schilddrüsenstimulierendes Hormon) an zwei aufeinanderfolgenden Tagen innerhalb von 24 Stunden beim praktischen Arzt injiziert zu bekommen.

Thyrogen bewirkt einen erhöhten TSH-Spiegel, um die Aufnahme von Radiojod anzuregen. Durch Thyrogen bleibt dem Betroffenen die Unterfunktion erspart, obwohl der TSH-Spiegel für dieses Diagnoseverfahren erhöht wird.

Durch Verabreichung dieses Arzneimittels konnte ich die Schilddrüsenhormone weiter einnehmen und hatte so keinerlei Symptome einer Unterfunktion. Am 3. Tag (24 Stunden nach der 2. Thyrogen-Injektion) wurde das Radiojod verabreicht und am 5. Tag konnte bereits die Ganzkörperszintigraphie erfolgen und somit die Nachsorge-Untersuchung abgeschlossen werden.

Die Verabreichung von Thyrogen verursacht keinerlei Nebenwirkungen und vollkommene Beschwerdefreiheit.

Thyrogen ist chefarztpflichtig und kann entweder im Krankenhaus oder vom Hausarzt verabreicht werden (abhängig vom Bundesland), wobei die 2. Variante die unkompliziertere ist und keinen unnötig langen Krankenstand erfordert, da man voll leistungsfähig ist.

Beim Kauf von Thyrogen in der Apotheke ist zu beachten, dass nur 1,0 ml (das entspricht 0,9 mg) Thyrogen mit 1,2 ml Kochsalzlösung, das in einer 2. Durchstichflasche beiliegt, vermischt werden muss! Nach dem Vermischen muss Thyrogen innerhalb von 3 Stunden injiziert werden. Es kann vorkommen, dass in einer verordneten Thyrogen-Packung keine Kochsalzlösung beiliegt, sodass diese gesondert in der Apotheke anzufordern ist!

Sollten Schwierigkeiten bei der Bewilligung oder beim Kauf von Thyrogen auftreten, ist die Schilddrüsen-Selbsthilfegruppe selbstverständlich bereit jeden einzelnen Betroffenen zu unterstützen!

Da ich nun den Unterschied zwischen dem Absetzen der Schilddrüsenhormone und der Verabreichung von Thyrogen am eigenen Leib erfahren habe, bin ich sehr dankbar dafür, dass es dieses Medikament gibt und hoffe für alle anderen Betroffenen, dass auch sie bereits bei der ersten Nachsorge-Untersuchung Thyrogen bekommen, um sich vier Wochen die Symptome einer Unterfunktion zu ersparen!

Frau W. aus der Steiermark





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